Gentoo VdrInstallation

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Die VDR-Installation und Konfiguration

Grundlagen

Für den vdr nicht unbedingt notwendig, aber für die meisten erhältlichen Plugins sollte man hiermit den Portage-Tree von gentoo.de einbinden.

Das VDR-Ebuild wird über USE-Variablen konfiguriert.

Diese Variablen setzt man in /etc/make.conf oder mit dem Programm ufed.

Für die Art der Fernsteuerung des VDR stehen lirc oder rcu zur Verfügung. In den meisten Fällen ist wohl lirc die am meisten angewandte Methode. Genauso kann man auch hier eventuell maskierte neue Versionen der ebuilds mit dem ACCEPT_KEYWORDS-Flag zur Installtion zwingen. Das wird dem 'emerge' vorangestellt. Wer immer die unstable Ebuilds von vdr testen will, sollte die Datei /etc/portage/package.keywords wie folgt bearbeiten.

media-video/vdr ~x86

Nun kann man mit dem emerge-Parameter --pretend (-p) erst mal nachsehen was installiert würde. Angenommen wir möchten nun den VDR mit lirc-Unterstützung installieren, geben wir folgenden Befehl ein:

USE="lirc" ACCEPT_KEYWORDS="~x86" emerge -pv vdr

Die Ausgabe lautet dann in etwa so:

tricorder root # USE="lirc" emerge -pv vdr

These are the packages that I would merge, in order:

Calculating dependencies ...done!
[ebuild  N    ] media-tv/linuxtv-dvb-1.1.1-r1  319 kB
[ebuild   R   ] media-video/vdr-1.3.36  -aio -bigpatch -jumpplay +lirc -lnbsharing
  -rcu -sourcecaps -vfat 501 kB

Total size of downloads: 821 kB

Hier sieht man, dass die Treiber in Version 1.1.1-r1 und VDR in der Version 1.3.36 (mittlerweile vielleicht schon neuer) installiert werden würden. Die Treiber für die Karte sind dazu zwingend notwendig und werden deshalb als Abhängigkeit auch gleich mitinstalliert (nur unter Kernel 2.4). Das ist, nebenbei gesagt, ein sehr großer Vorteil des Portage-Systems von Gentoo.

Installation

Um jetzt auch Ernst zu machen und das Ganze zu installieren lassen wir einfach den Parameter --pretend (-p) weg, lehnen uns zurück und warten ab.

USE="lirc vfat" ACCEPT_KEYWORDS="~x86" emerge vdr

Nach kurzer Zeit sind nun die Treiber, VDR und lirc-Support installiert.

Jetzt sollte ein

/etc/init.d/vdr start

den VDR in einer Standard-Konfiguration starten. Wenn lirc-Support vorhanden ist, wird der VDR dies jetzt erkennen und mit dem Tasten-Anlernen beginnen. Dazu müssen einfach nur OSD-Meldungen befolgt werden, welche selbsterklärend sind. Wie die Tasten der Fernbedienung zugeordnet werden, ist jedem selber überlassen.

Konfiguration

Die zentralen Konfigurationsdateien für den VDR befinden sich unter /etc/conf.d. Dort werden solche auch zukünftig für die Parametrierung der Plugins abgelegt, sobald ein Plugin das erfordert. Mit der Installation eines Plugins ensteht dann ein neues Config-File, welches man schon am Namen erkennen kann. Für den VDR an sich ist dies einfach nur /etc/conf.d/vdr. Ein installiertes Plugin erhält dann beispielsweise den Namen vdr.mp3, welches die Parameter für das MP3-Plugin enthält. Um die Erstellung braucht man sich nicht kümmmern, das alles machen die ebuilds bei der Installation. Lediglich die Anpassung an das jeweilige System sollte man dann vornehmen. In jeder dieser Dateien befindet sich zu den möglichen Einstellungen auch ein Text, der diese Einstellungen kurz beschreibt. Standardmäßig sind diese Parameter kommentiert, das heißt mit einem # davor. Damit sind sie inaktiv und es werden die default-Werte für diesen Parameter übernommen. Möchte man die jeweilige Einstellung ändern, so ist das # zu entfernen und durch einen eigenen Wert zu ersetzen.

Das waren im Großen und Ganzen die hauptsächlichen Einstellungen zur Konfiguration des VDR. Dieser sollte jetzt einsatzbereit sein. Um ihn beim Systemstart gleich mit zu starten, muß das runlevelscript noch zum Runlevel default hinzugefügt werden.

rc-update add vdr default

Nun kann es mit der Installation der zahlreichen Plugins weitergehen wenn man das wünscht. Es findet sich mit Sicherheit immer etwas, um den VDR mit mehr oder weniger sinnvollen Erweiterungen auszustatten.

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